Da Jonas nur weisse Schafe besitzt und ein wenig Farbe in seine Herde bekommen wollte, hat er sich letztes Jahr einen schwarzen Schafbock gekauft. Der war jedoch leider schwul und hat seinen Job nich so ernst genommen. Dafür wurde er dann verwurstet.
Vor ein paar Tagen hatte Jonas Geburtstag. Da haben wir ihm dann alle zusammen einen neuen schwarzen Schafbock geschenkt. Jonas hat sich riesig gefreut. Und ihn “Puke” (schwedisch = Teufel, sprich “püke”; und nicht englisch!) genannt. Weil er fand, dass er so aussieht.
Puke wurde heute in eine Umzäunung mit unseren beiden jungen Ochsen gesteckt.
Da die Ochsen schon die anderen jungen Schafe immer erschreckt haben, die zeitweise bei ihnen waren, dachte ich, dass sie vielleicht auch Puke Angst machen.
Aber irgendwie war das anders… Puke hat zuerst immer an ihnen geschnuppert, vorne und hinten und Jonas meinte schon, das sei ein Verhalten, dass Schafböcke als Vorbereitung auf die Paarung haben. Und tatsächlich hat der kleine Puke versucht, die grossen Ochsen zu besteigen. Zuerst etwas vorsichtig, und als diese lagen. Später dann ganz frech auch als sie gestanden sind. Ein Ochse hat darauf reagiert, indem er Puke immer mal wieder duch die Luft geschleudert hat, der andere hatte von Anfang an Angst vor dem kleinen Teufel.
Wir haben das den ganzen Tag beobachtet und fandens eigentlich ganz lustig. Bis dann der eine Ochse zuviel hatte und einfach über den Zaun gesprungen is. Zum Glück hat er sich nix gebrochen dabei. Und dann mussten wir ihn wieder einfangen, was gar nich so einfach war.
Jetzt haben wir Puke einen eigenen Zaun gebaut. Da muss er jetzt drinnen bleiben, bis er zu den Damen darf… er scheint ja ziemlichen Druck zu haben… wenn er sich schon an MÄNNLICHEN, KASTRIERTEN KÜHEN vergreifen will…
Hoffen wir mal, dass er nich auch schwul is…
Vor ein paar Tagen haben wir die ganzen Schafe, die so auf verschiedenen Weiden in der Gegend gegrast hatten, wieder hier zum Hof geholt.
Und jetzt wohnen die direkt mit meinem Caravan auf der Weide. Also bin ich sozusagen zusammen mit ihnen eingezäunt. Und muss immer, wenn ich zu meinem Zuhause will, durch ein Gatter durch.
Und morgens, wenn ich aufstehen soll, fangen sie an zu blöken.
Und dann kuck ich aus dem Fenster und seh die Schafe da stehen und freu mich ganz dolle.
Das ist der Blick aus der Tür vom Caravan:
…und gestern und morgen auch…
Jonas hatte nämlich einen Wald. Und den hat er abholzen lassen, weil das ein Fichten-Monokultur-Wald war. Und Monokultur ist keine Artenvielfalt und deswegen doof, findet Jonas. Und deswegen ist der jetzt weg und wir machen da nen neuen Wald hin. Einen Misch-aber-hauptsächlich-Laubwald.
Und das machen wir grad.
Angefangen haben wir mit Eicheln, die wir eingesäht haben. Und heute und morgen sind/waren Eschensamen dran.
Und irgendwann kommen noch Buchen und Ahorn und Fichten und was-weiss-ich-noch-alles dazu.
Und es macht grossen Spass.
Achja, es sind übrigens 3,5 Hektar…
Naja, oder sowas ähnliches.
Nachdem ich einige Zeit besonders hübsche Hünereier (grüne! ganz ehrlich!) gesammelt habe, habe ich ein Brutgerät mit 10 Eiern befüllt und es 3 Wochen lang brüten lassen. Und dann is da am Donnerstag ganz keck das erste Küken geschlüpft! Und ich hab es dabei beobachtet! Das war vielleicht spannend! Wie sich das den Weg in unsere Welt freigepickt hat.
Und am Freitag hat es noch 2 Geschwister bekommen. Die restlichen Eier sind leider nicht zum Leben erwacht…
Aber leider sind da wohl die vielen unbeabsichtigten Temperaturschwankungen schuld dran…
Aber immerhin sind es drei geworden. Und die sind sehr süss und flauschig, aber leider auch sehr ängstlich und wollen gar nicht gekuschelt werden. Ich mach das trotzdem.
Hier haben sie als Ei also 3 Wochen lang gewohnt:
Und das sind sie in ihrer neuen Wohnung, dem Karton im Wohnzimmer:
Und so hören sie sich an, und zwar den GANZEN Tag: Küken